Mo, 18. Juni 2018

"Leute fürchten sich"

05.05.2009 21:17

Afghanistans einziges Schwein in Quarantäne

Die Schweinegrippe-Hysterie beschert dem einzigen bekannten Schwein in Afghanistan Unbill. Das im Zoo von Kabul gehaltene Tier wurde aus Sicherheitsgründen in Quarantäne genommen. "Wir haben das gemacht, weil die Menschen Angst haben, die Grippe zu bekommen", so Zoo-Direktor Asis Gul Sakib. In Afghanistan gibt derzeit keinen Verdachtsfall einer Infektion mit dem H1N1-Virus.

Er habe Verständnis für die Sorgen der Besucher, aber die meisten Menschen wüssten nicht genug über die Virus-Erkrankung, so der Leiter des Kabuler Zoos (im Bild: das Bärengehege). "Wenn sie das Tier im Gehege sehen, haben sie Sorge, sich anzustecken."

Allein und eingesperrt
Das Schwein ist das Geschenk eines chinesischen Zoos und grunzt normalerweise in einem Freigehege zwischen Rehen und Böcken. Artgenossen hat es im ganzen Land keine, im streng islamischen Afghanistan gibt es auch keine Schweinemastbetriebe. Muslimen ist der Verzehr des als unrein geltenden Schweinefleischs streng verboten.

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