Mo, 25. Juni 2018

Erneuter Beschuss

02.05.2009 21:01

Israel bombardierte Tunnel in Gaza - zwei Tote

Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen sind am Samstag zwei Palästinenser getötet worden. Es sind die ersten Todesfälle im Konflikt zwischen Palästinensern und israelischen Streitkräften seit Anfang März. Die beiden Männer seien am Ausheben von Tunneln an der Grenze zu Ägypten beteiligt gewesen, erklärten Ärzte, die die Leichen mehrere Stunden nach dem Beschuss bargen.

Die israelische Luftwaffe flog am Samstag den zweiten Tag in Folge Luftangriffe auf den Gazastreifen (Foto links). Bombardiert worden seien drei Tunnel an der Grenze zu Ägypten nahe der Stadt Rafah, die zum Schmuggeln von Waffen benutzt würden, sagte ein israelischer Militärsprecher. Nach offiziellen Angaben waren zuvor drei Mörsergranaten aus dem Norden des Küstenstreifens auf Israel abgefeuert worden, ohne Schäden anzurichten. Die Palästinensischen Widerstandskomitees, eine Extremistengruppe aus dem Gazastreifen, bekannten sich zu der Tat.

Erste Luftangriffe nach zweimonatiger Pause
Nach knapp zweimonatiger Pause hatte Israel am Freitag die Luftangriffe auf Schmuggeltunnel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten wieder aufgenommen. Vorausgegangen war auch hier ein Raketenangriff. Verletzte gab es in beiden Fällen nicht. Die Tunnel, die unter der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten verlaufen, dienen Palästinensern als Transportwege für Waren aller Art; Extremisten schmuggeln auf diesem Weg auch Waffen in das abgeriegelte Autonomiegebiet.

Israel hatte zum Jahreswechsel 22 Tage Krieg gegen die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas geführt. Dabei wurden 1.400 Palästinenser getötet und über 5.000 weitere verwundet. Seit dem 18. Jänner ist ein Waffenstillstand in Kraft. Ägypten bemüht sich um eine Festigung des Waffenstillstandes. Seitdem hat der Raketenbeschuss auf Israel deutlich abgenommen.

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