Noch 2007 hatte der Finanzdienstleister einen Gewinn in der Höhe von 13 Millionen Euro verzeichnet. Für das schlechte Abschneiden im vergangenen Geschäftsjahr machte die Firmenleitung einmal mehr die angeblich eigenmächtigen Finanztransaktionen eines Mitarbeiters verantwortlich. Nach dem Bekanntwerden der Affäre hat die AvW im Oktober ihre Wertpapierkonzession zurückgelegt. Wenige Tage zuvor hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) der AvW einen Aufpasser geschickt - zum Schutz der Kundengelder.
Anzahl der Mitarbeiter eingebrochen
Auch die Anzahl der Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr von 283 auf 13 eingebrochen. Diese Finanzpartner hatten die umstrittenen Genussscheine vertrieben, die von der Firma nach wie vor nicht zurückgekauft werden.
Gegenüber der AvW seien Klagen und außergerichtliche Ansprüche "vor allem wegen fehlerhafter Anlegerberatung" erhoben worden, die allein mehr als 10 Millionen Euro ausmachen, heißt es im Jahresbericht. Es könne nicht abgesehen werden, ob weitere Klagen und Ansprüche folgen werden.
Dennoch wolle man "die Basis für ihre künftige Aufwärtsentwicklung" legen. Zuletzt seien "strategische Schritte bei den Beteiligungen gesetzt" worden, Details wurden nicht genannt.
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