Tödliche Injektion

Fassungslosigkeit nach Freitod eines Tierarztes

Kärnten
27.04.2009 18:29
Trauer und Fassungslosigkeit begleiten den Freitod eines bekannten Tierarztes aus dem Bezirk Villach-Land. Der 53-Jährige zog am Freitag den Inhalt mehrerer Ampullen von Arzneien, die üblicherweise für Tiere bestimmt sind, in eine Spritze und setzte sich eine tödliche Injektion. Über das Motiv der Verzweiflungstat wird gerätselt.

Der Veterinär hatte sich am Freitag in seine Praxis zurückgezogen, wollte nicht gestört werden und griff zu den Wirkstoffen, mit denen normalerweise Tiere von ihren Leiden erlöst werden.

"Tragödie, die sprachlos macht"
Dann injizierte er sich den Giftcocktail und dürfte sofort tot gewesen sein. "Unsere Beamten konnten leider nicht mehr helfen", wird aus Kreisen der Polizei bestätigt. Wie auch die schreckliche Art und Weise des Freitodes. Der Bürgermeister der betreffenden Gemeinde ist ebenfalls erschüttert: "Das war eine menschliche Tragödie, die sprachlos macht." 

Vor Ort wird über die Motive der Verzweiflungstat gerätselt, immer wieder wird dem Alkohol die Schuld gegeben. In diesem Zusammenhang soll dem Tierarzt zum wiederholten Mal der Führerschein abgenommen worden sein. Der Veterinär war geschieden und hinterlässt ein Kind. 

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone
Symbolbild

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