Profikiller mit "Herz"
Russischer Profikiller zeigt Auftraggeber an
Das misslungene Mordkomplott sorgt in Russland für großes Aufsehen. Die Polizei machte die Verschwörer nämlich dingfest, indem sie das geplante Attentat scheinbar durchzog und bei der Geldübergabe an den "Killer" die Falle zuschnappen ließ. An Ort und Stelle wurden der Chauffeur der Hochschulleiterin und dessen Vater festgenommen.
Als Drahtzieher sei dann schlussendlich der Prorektor der Polar-Akademie in St. Petersburg verhaftet worden, sagte ein Polizeisprecher nach Angaben der Agentur Interfax vom Mittwoch. Das mörderische Trio habe bereits ein Geständnis abgelegt. Die 35-Jährige hatte die Männer offenbar kurz nach ihrem Amtsantritt beim Fälschen von Abrechnungen ertappt. Basangova hat vor einem halben Jahr die Frau des Prorektors als Leiterin der Uni abgelöst, die die Machenschaften ihres Mannes nicht gemerkt hat - oder vielleicht nicht merken wollte...
Polizei verbreitete "Todesnachricht" an die Medien
Das auf frischer Tat ertappte Trio plante nach dem Auffliegen der Betrügereien kurzerhand das Verbrechen und heuerte einen Killer an. Doch der ging zur Polizei, die die Schwangere einweihte. Die Frau - sie befindet sich im neunten Monat - musste bei der Polizei ein Spezialtraining absolvieren, um nach der vermeintlichen Attacke wie tot umzufallen. Um alles echt wirken zu lassen, wurde die Nachricht von ihrem vermeintlichen Tod sogar landesweit in den Medien verbreitet.
In Russland seien solche Täuschungsmanöver Standardprozedere der Polizei, heißt es in den Berichten. Über eine etwaige Verhaftung des angeblichen Profikillers oder seine Identität ist nichts bekannt.
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