Zwischen den Zeilen

Stellenanzeigen richtig lesen

Wirtschaft
14.01.2004 14:18
Nicht jeder Jobsuchende weiß, was genau sich hinter Formulierungen wie "Key Account Manager mit einschlägigen Kenntnissen gesucht..." versteckt. Die Unternehmen ächzen unter der Last der Bewerbungsbögen, die größtenteils gar nicht zum Anforderungsprofil der Anzeige passen. Das Problem liegt meistens beim Leser der Inserate...
"Ganz egal wie genau man die Anzeigen formuliert,90 Prozent aller Bewerbungen sind ungeeignet", schießt sichHeiko Mell von der MMC-Personalberatung auf die Bewerber ein.Der österreichische Unternehmensberater Thomas Seilern siehtdie Ursache für diese unnötige Bewerbungsflut nur teilweisebei den Jobsuchenden selbst, die sich quasi blindlinks ins Blauebewerben. 
  
Auch Firmen tragen Schuld 
Zum anderen sind aber auch die inserierenden Firmenan der Misere schuld, da sie aus Kostengründen Platz undsomit Text sparen. Die optimale und treffende Formulierung imInserat fällt unter den Tisch, zu viele Bewerber fühlensich angesprochen. Laut Seilern kann hinter einem unschlüssigenText aber auch gezielte Strategie stecken. Firmen formulierenmöglichst allgemein, um eine breite Palette an Bewerbernanzulocken. 
  
Tipps zum besseren Erkennen 
Die oberste Regel lautet: "Bewirb dich nur auf Stellen,die auch wirklich zu dir passen". Versuche, so sorgfältigwie möglich zwischen geforderten und "nur" gewünschtenQualifikationen zu unterscheiden. Gleiche dabei das Anforderungsprofilganz genau mit deinen tatsächlichen Fähigkeiten undbisherigen Erfahrungen ab. Achte darauf, ob du nicht doch unter-oder eventuell sogar überqualifiziert bist. 
  
Und: Wenn du bei einer Jobbezeichnung im Wörterbuchnachschlagen musst, macht es wenig bis gar keinen Sinn, sich fürdiesen Posten zu bewerben. 
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