Obama: 'Rückschlag'
Journalistin im Iran zu acht Jahren Haft verurteilt
Die 31-jährige Journalistin wurde Ende Jänner festgenommen. Damals hieß es, dass ihre Akkreditierung abgelaufen sei. Anfang April wurde sie wegen Spionage angeklagt. Saberi ist iranischer Abstammung und besitzt die Doppelstaatsbürgerschaft. Sie lebt seit sechs Jahren im Iran. Sie berichtete für mehrere Medien, darunter den britischen Rundfunksender BBC und das National Public Radio in den USA.
"Beim Kaufen von Wein erwischt"
Washington hat die Anschuldigungen gegen die Frau als grundlos bezeichnet. Für die Freilassung Saberis haben sich sowohl das US-Außenministerium als auch mehrere Menschenrechtsorganisationen eingesetzt. Sie selbst räumte gegenüber ihrem Vater ein, sie sei beim illegalen Kauf einer Flasche Wein erwischt worden.
Obama "tief enttäuscht"
Das Weiße Haus betrachtet das Gerichtsurteil als "Rückschlag" in den Bemühungen von US-Präsident Barack Obama um eine Verständigung mit Teheran. Der Präsident sei über das Urteil "tief enttäuscht", betonte der außenpolitische Berater Obamas, Denis McDonough, am Samstag in Port of Spain (Trinidad) am Rande des OAS-Gipfels.
Die "Gedanken und Gebete des Präsidenten" seien bei Saberi und ihrer Familie, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Die US-Regierung sei "sehr besorgt" über das Urteil.
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