Attentat in Thailand
Anti-Thaksin-Führer bei Anschlag verletzt
Die Attentäter überholten Sondhis Limousine und gaben mit Sturmgewehren rund 100 Schuss ab. Nach einer zweistündigen Operation war der Medienmogul außer Lebensgefahr, wie das Vajira-Krankenhaus mitteilte.
Geschossteil in äußerer Schädeldecke
Demnach musste ein Geschossteil entfernt werden, das in Sondhis äußere Schädeldecke eingedrungen war. Der 61-jährige Patient sei zwar in einem relativ guten Zustand und könne sprechen, müsse aber noch eine Woche auf der Intensivstation bleiben. Zunächst war von einer Verletzung an der Schulter die Rede gewesen. Bei dem Anschlag wurden auch zwei weitere Menschen verletzt. Ein PAD-Sprecher sagte, es sei nicht bekannt, wer den Anschlag verübt habe. Klar sei aber, dass der Angriff "politisch motiviert" gewesen sei.
Ex-Premier Thaksin, der wegen Korruption und Machtmissbrauchs in Abwesenheit zu zwei Jahren Haft verurteilt worden ist, hatte seine Anhänger ("Rothemden") erst am Vortag zu Dialogbereitschaft aufgerufen und an König Bhumibol Adulyadej appelliert, bei der Beendigung der Krise zu helfen.
Tote und Verletzte bei massiven Ausschreitungen
Bei schweren Ausschreitungen waren zu Wochenbeginn mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, 123 weitere wurden verletzt. Die Thaksin-Anhänger verlangen den Rücktritt der Regierung des seit Dezember amtierenden Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva, den sie als nicht demokratisch legitimiert ablehnen, und Neuwahlen. Am vergangenen Wochenende war es Demonstranten gelungen, einen Asien-Gipfel mit ranghohen Regierungsvertretern aus 16 Ländern in dem Badeort Pattaya 130 Kilometer südöstlich von Bangkok zu sprengen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.