Polizei machtlos
Griechischer Ausbrecherkönig erneut entkommen
In dem von Paleokostas zurückgelassenen Auto fanden die Beamten ein Maschinengewehr, mehrere Handys und die Fingerabdrücke der beiden Flüchtigen. Am Dienstag entdeckte die Polizei in der Nähe auch Paleokostas' Versteck. Das Haus wurde von einer Freundin seines albanischen Komplizen Alket Rizai gemietet, die auch die beiden Gefängnisausbrüche organisiert hatte.
Zwei Mal mit Hubschrauber getürmt
Paleokostas war wegen einer Serie von Diebstählen, Banküberfällen und Entführungen von Geschäftsleuten zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Im Februar floh er zusammen mit Rizai zum zweiten Mal per Hubschrauber aus dem Hochsicherheitsgefängnis Korydallos in der Nähe von Athen.
Ausbruch wie in Hollywood-Streifen
Der Ausbruch hätte einem Hollywood-Actionfilm entspringen können: Ein Paar mietete in Athen einen Helikopter und bedrohte den Piloten nach dessen Angaben während des Flugs mit einem Sturmgewehr vom Typ AK-47 und einer Handgranate. Über dem Gefängnis wurde den beiden Häftlingen eine Strickleiter zugeworfen, über die sie vom Gefängnishof an Bord kletterten.
Komplizin an Bord erwiderte Feuer
Das Wachpersonal gab Schüsse ab, eine Frau an Bord des Hubschraubers erwiderte das Feuer mit einer automatischen Waffe. Der Hubschrauber wurde später in der Nähe einer Fernstraße nördlich von Athen gefunden, von den Ausbrechern fehlte jede Spur. Den Piloten fand die Polizei gefesselt und geknebelt sowie mit einer Haube, die ihm über den Kopf gezogen war. Der Tank des Helikopters wies ein Einschussloch auf und verlor Sprit.
Griechenlands Regierung blamiert
Bereits 2006 waren die beiden aus derselben Haftanstalt während eines Hofgangs mit Hilfe einer Strickleiter an Bord eines Hubschraubers gelangt und getürmt. Rizai wurde im selben Jahr gefasst, Paleokostas erst im August 2008. Der Gefängnisausbruch vom Februar hatte die griechische Regierung unter Druck gesetzt. "Dieser Ausbruch war eine Beleidigung, die ich nicht hinnehmen werde. Ich werde so drastische Maßnahmen ergreifen wie nötig", hatte damals Justizminister Dendias erklärt. Daraufhin wurde ein leitender Gefängniswärter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
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