Barbarischer Akt
Taliban ermorden afghanische Frauenrechtlerin
Achkzai wurde am Sonntag vor ihrem Haus in der südafghanischen Stadt Kandahar erschossen. Sie hatte früher in Deutschland gelebt, ihre Kinder – ein Sohn und eine Tochter - leben noch heute dort. Nach Angaben von Provinzgouverneur Turjalai Wesa lebte Achkzai jahrelang in Deutschland.
Sie sei mit ihrem Mann, einem Arzt und Universitätsdozenten, nach Kandahar zurückgekehrt, um in der Stadt zu arbeiten. "Sie ließen ihre Familie, ihre Kinder und ihr bequemes Leben im Westen zurück und kamen nach Kandahar, um mit den Menschen hier zu leben und ihnen zu helfen", sagte Wesa. Er bezeichnete Achkzai als "tapfere Frau".
UNO verurteilt Attentat
Auch die Vereinten Nationen verurteilten indes die Ermordung scharf. Die Sprecherin der UNO-Mission in Kabul, Nilab Mubarez, erklärte am Montag, für die "feige und vorsätzliche Tötung" der Provinzrätin Sitara Achikzai gebe es keine Rechtfertigung. "Achikzai war eine engagierte und tapfere Frau, die Afghanistan in einer der gefährlichsten Regionen des Landes gedient hat", sagte Mubarez. Als Mitglied des Provinzrates habe sie sich vor allem für die Rechte von Frauen eingesetzt.
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