Am "Nuklear-Tag"
Iran eröffnet erste Fabrik für Brennstäbe
Zum gesamten Prozess der Herstellung von Brennelementen gehört neben der Uran-Anreicherung auch die Produktion von Uran-Pellets für Reaktoren sowie die von Brennstäben und deren Bündelung. Der Iran hat wiederholt versichert, sein Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung. Der Westen schenkt diesen Beteuerungen keinen Glauben und fordert einen Verzicht auf die Uran-Anreicherungsaktivitäten.
Bereits 7.000 Uran-Zentrifugen in Betrieb
Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) sprach im Februar in einem Bericht von 4.000 Zentrifugen und 1.500 weiteren, die aufgebaut oder getestet werden.
Ahmadinejad wies die westliche Forderung nach einem Verzicht auf die Uran-Anreicherung neuerlich zurück. "Diese Diskussionen sind veraltet. Die Zeit dafür ist vorbei", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" nach einer Vorausmeldung vom Donnerstag. Er wandte sich auch gegen den Vorwurf, sein Land habe beim Nuklearprogramm getarnt und getrickst: "Das ist eine große Lüge."
Der iranische Staatschef betonte erneut, sein Land hege nicht die Absicht, eine Bombe herzustellen: "Wir haben kein Interesse, die Kernwaffe zu bauen", sagte er dem "Spiegel" zufolge weiter. Ahmadinejad reagierte mit Zurückhaltung auf das Angebot Obamas zu einem Neuanfang in den Beziehungen zwischen Washington und Teheran: "Wir begrüßen Änderungen, allerdings sind sie bis jetzt ausgeblieben", betonte er und fügte hinzu: "Wir warten darauf, dass Obama seine Pläne bekanntgibt, damit wir sie analysieren können."
Teheran will US-Gesprächsangebot prüfen
Verhalten positiv reagierte Teheran auf die Ankündigung der USA, künftig direkt mit dem Iran über dessen Atomprogramm verhandeln zu wollen. Das "konstruktive Angebot" werde geprüft, sagte ein hochrangiger Berater von Präsident Mahmoud Ahmadinejad am Donnerstag. Die sogenannte Sechser-Gruppe aus den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatte EU-Chefdiplomat Javier Solana am Mittwoch gebeten, die iranische Regierung zu den Gesprächen einzuladen
Die Sechser-Gruppe hatte bereits im März angekündigt, sie sei zum direkten Dialog mit Teheran über das umstrittene Atomprogramm bereit. Vor knapp drei Wochen bot zudem US-Präsident Obama dem Iran einen "Neubeginn" in den beiderseitigen Beziehungen an. Bisher haben die USA und Europa versucht, den Iran mit einer Mischung aus Sanktionen und der Aussicht auf weitreichende Wirtschaftsbeziehungen zur Abkehr von seinen Atomplänen zu bewegen.
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