Proteste in Rom
Großdemo gegen die Regierung Berlusconi
Laut Angaben der Organisationen beteiligten sich Hunderttausende Menschen an der Kundgebung, die am Nachmittag ihren Höhepunkt mit einer Veranstaltung auf dem Circus Maximus hatte.
Angeführt wurde die Demonstration von Gewerkschaftschef Gugliemo Epifani (Bild) und von Oppositionschef Dario Franceschini. "Berlusconi hat bisher Hilfsmaßnahmen zur Rettung der Banken und für die Autoindustrie ergriffen, ignoriert dabei aber die Notstandslage der Hunderttausenden Italiener, die ihre Arbeit verloren haben oder bald verlieren werden", betonte Epifani. An der Demonstration beteiligten sich Studentenverbände sowie linksorientierte Parteien.
Regierung kritisiert die Proteste
Die Regierung Berlusconi kritisierte die Proteste der Gewerkschaften, die erste Massenkundgebung gegen die Regierung seit deren Amtsantritt im vergangenen Mai. "Die Demonstration ist so absurd wie ein Streik gegen den Regen. Gegen eine Krise mit globaler Dimension sind Demonstrationen sinnlos", kommentierte Arbeitsminister Maurizio Sacconi. "Diese Demonstration hat rein politische Natur und hilft den Italienern in keiner Weise, einen Ausweg aus der Krise zu finden", sagte Sacconi.
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