Toter lebt noch

Lebender Villacher irrtümlich für tot erklärt

Kärnten
03.04.2009 21:25
Geht es nach den Behörden, müsste er die Radieschen schon von unten betrachten. Aber der Pensionist Peter Fischer (62) erfreut sich noch bester Gesundheit. Durch einen Irrtum war der Villacher für tot erklärt worden. Fazit: eine Menge Schwierigkeiten.

Festgestellt hat Fischer, dass er tot sei, als er an einem Bankomaten in St. Veit/Glan Geld beheben wollte: "Auf einmal wurde die Bankomatkarte eingezogen. Mein Konto war gesperrt." 

Pension von Versicherung zurückgefordert
Bei der Sparkasse in Villach glaubten die Bankangestellten, einen Geist zu sehen, als Fischer den Vorfall reklamierte. "Eine Mitarbeiterin teilte mir mit, dass sie ein Schreiben der Pensionsversicherungsanstalt erhalten habe. Darin wurde meine Pension zurückgefordert, weil ich ja für tot erklärt worden bin." 

Nach ein paar Telefonaten war der Irrtum aber bald aufgeklärt: Ein gleichnamiger Deutscher, noch dazu mit identischem Geburtsdatum, war Mitte März im Krankenhaus Kufstein verstorben. Und das hat zu der peinlichen Verwechslung geführt. 

"Behördenwege waren anstrengend"
Rudolf Erlebach, seit 40 Jahren Standesbeamter in Kufstein: "Ein unglaublicher Fall! In all meinen Dienstjahren habe ich so etwas noch nicht erlebt. Wir haben die Todesmeldung damals erhalten und an die Gebietskrankenkasse weitergeleitet, die den Sterbefall nach Deutschland melden sollte." Stattdessen wurde das Villacher Standesamt informiert. 

Der Draustädter nimmt es mit Humor: "Die vielen Behördenwege waren allerdings schon etwas anstrengend. Ich musste mich ja wieder ins Leben zurückmelden."

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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