Angst in Alaska

Öltanks am Fuße von Vulkan werden ausgepumpt

Ausland
03.04.2009 10:45
Der Vulkan Mount Redoubt in Alaska gibt einfach keine Ruhe: Nach wiederholten Eruptionen seit dem 22. März haben sich die Behörden des nordwestlichsten US-Bundesstaats nun dazu entschlossen, zwei riesige Öltanks am Fuße des Vulkans auszupumpen. Wie Sara Francis von der US-Küstenwache erklärte, werde die gelagerte Menge in den 23,8 Millionen Liter Öl fassenden Tanks um 75 Prozent reduziert, um "die potenzielle Gefahr der vulkanischen Aktivität" für die Anlage und die Umwelt möglichst gering zu halten.

An den Hängen des Mount Redoubt rutschten zuletzt immer Schlamm und Gesteinsbrocken hinab. Einiges davon erreichte bereits das Öllager Drift River Terminal. Das Lager wird zwar von einem mit Beton verstärkten Deich geschützt, ganz zu trauen scheint man diesem aber nicht. 

Auch Flugverkehr immer wieder gestoppt
Arbeiter seien auch zu anderen Anlagen der Ölindustrie am Cook Inlet, einer Bucht im Golf von Alaska, geschickt worden, um mögliche Gefahrenherde im Vorhinein zu sichern. Bereits in der Vorwoche hatten die Behörden den Flugverkehr von und nach der Hauptstadt Anchorage immer wieder gestoppt, nachdem Aschewolken teilweise bis in eine Höhe von fast 20.000 Metern hochgeschleudert worden waren.

Ausbruch kam nicht unerwartet
US-Geologen hatten seit Jänner mehrere kleinere Erdbeben in der Region gemessen und mit einem Ausbruch gerechnet. Der 3.100 Meter hohe Vulkan liegt 160 Kilometer südwestlich von Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Er hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Asche und Dampf gespuckt. 1989 war der Vulkan rund fünf Monate aktiv.

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