Wegen LKW-Maut

Werden auch Lebensmittel teurer?

Wirtschaft
08.01.2004 09:00
Die zu Jahreswechsel eingeführte LKW-Maut auf Österreichs Autobahnen hat auch indirekte Folgen: Erste Auswirkungen sind mit der Erhöhung der Gebühren für die Zustellung von Paketen bereits sichtbar. Kunden müssen in Zukunft zwischen elf und zwölf Cent mehr für ihre Sendungen berappen. Jetzt befürchtet die Arbeitekammer auch Erhöhungen bei den Lebensmitteln.
Seit 1. Jänner 2004 schlägt die PostAG zwölf Cent auf alle Pakete und "Express-Mail-Service"-Sendungen(EMS) auf, ganz egal wie weit der Bestimmungsort entfernt liegtund wie schwer das Paket ist, bestätigt Postsprecher MichaelHomola. 
  
Kunde kommt zum Handkuss 
Bei Paketen, die zum Beispiel nur quer durch Wiengeschickt werden, kommt dadurch eine Verteuerung um 3,24 Prozentauf 3,82 Euro zu Stande. Die durch die LKW-Maut entstandenen Mehrkostenwerden beinhart auf die Kunden abgewälzt. "Die Kosten sindnicht bei uns entstanden, deshalb schlucken wir sie auch nicht",so Homola weiter. 
  
Private Firmen ziehen nach 
Doch nicht nur die Post, sondern auch private Paketzustellerwie DHL, DPD oder GLS lassen ihre Kunden seit Jahreswechsel tieferin die Tasche greifen. Diese Anbieter verrechnen pauschal einenMautzuschlag von 11 Cent pro verschicktem Paket, sofern es wenigerals 31,5 Kilogramm wiegt. Sämtliche Paketzusteller berufensich auf ein Gutachten des Institutes für Transportwirtschaft,das die Mehrkosten von 11 bs 12 Cent pro Paket angibt. 
  
Lebensmittelhändler legten sich nochnicht fest 
Manche Großversender haben sich in ihrer Preispolitiknoch nicht festgelegt. Die Firma Berglandmilch etwa verhandeltderzeit noch mit verschiedenen Supermarktketten über Preiserhöhungenvon bis zu sechs Prozent. Der Lebensmittelkonzern Spar will dieMehrkosten von vier Millionen Euro vorerst nicht an die Konsumentenweitergeben und pokert noch mit seinen Lieferanten um eine Kostenaufteilung.
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