Waffe "ausprobiert"

17-Jähriger nach Schüssen vor Schule gefasst

Ausland
20.03.2009 18:14
Nach den Schüssen vor einer französischen Vorschule hat die Polizei am Freitagnachmittag einen 17-Jährigen gefasst. Der junge Mann habe mit drei oder vier Freunden sein neues Gewehr ausprobiert, teilte die Präfektur in Lyon mit. Den Behörden zufolge wurden dabei elf Menschen leicht verletzt, während zunächst von acht Verletzten die Rede gewesen war.

Die Polizei habe den Jugendlichen in einem Haus in der Nähe der Vorschule gefasst, wo er wohne, erklärte die Präfektur. Sie überprüfe auch die Personalien seiner Mitschüler. Staatsanwalt Xavier Richard sagte kurz zuvor bei einer Pressekonferenz in Lyon, der Schütze habe offenbar niemanden töten wollen. Den Angaben zufolge schoss der Täter am Vormittag in einem Park neben der Vorschule auf elf Menschen und verletzte sie dabei leicht.

Der Schütze traf nach Angaben der Präfektur vor allem Mütter, die gerade ihre Kinder abholen wollten. Sie seien im Krankenhaus behandelt worden, hätten aber wieder nach Hause gehen dürfen. Weiters sei ein Polizist von einem Geschoss gestreift worden, als er eingreifen wollte. Den Kindern in der Vorschule geschah nach Angaben der Behörden nichts, weil sie zum Zeitpunkt der Schießerei noch im Unterricht waren.

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