Düstere Prognose
IWF: Weltwirtschaft schrumpft 2009
Der IWF rechnet für 2009 weltweit mit einem Minus zwischen 0,5 und 1,0 Prozent. Für die Eurozone erwarten die Experten einen Einbruch um 3,2 Prozent, in den USA wird ein Minus von 2,6 Prozent erwartet.
Ab 2010 soll es wieder aufwärts gehen
Immerhin sieht der Währungsfonds aber Licht am Ende des Tunnels: Schon ab 2010 soll es wieder aufwärtsgehen, dann erwarten die Experten ein globales Plus zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Der IWF schloss sich mit seiner neuen Prognose der Weltbank an, die bereits vorige Woche ein Schrumpfen der Weltwirtschaft in diesem Jahr vorausgesagt hatte, allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Der Währungsfonds war bisher von einem Plus des weltweiten Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent ausgegangen. Der IWF hatte im Zuge der sich immer weiter verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise seine Prognosen immer weiter nach unter korrigiert.
Auch deutsche Wirtschaft schrumpft
Die Deutsche Regierung geht bisher davon aus, dass die Wirtschaftsleistung um 2,25 Prozent schrumpft. Nach den Worten von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kann zwar noch nicht vorhergesagt werden, wie die Konjunkturprogramme wirken. "Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass wir die 2,25 Prozent nicht halten können", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). "Wie tief es runter geht, kann ich derzeit nicht sagen."
Nach Ansicht von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um mehr als vier Prozent schrumpfen. Deutschland sei aber vorerst noch ein stabilisierendes Element der Weltkonjunktur. Auf dem Arbeitsmarkt zeige sich, dass die Krise in Deutschland erst mit einer Verzögerung von etwa eineinhalb Jahren im Vergleich zu den USA durchschlage.
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