Nach Amoklauf
Staatsanwalt ermittelt gegen Vater von Tim K.
Der Vater hatte 4.600 Schuss Munition zu Hause gelagert und die großkalibrige Tatwaffe vorschriftswidrig im Schlafzimmer aufbewahrt - und nicht im Tresor wie seine anderen 14 Waffen.
Die Schüler der Albertville-Realschule machten inzwischen erste vorsichtige Schritte in die Normalität. Rund 90 Prozent der etwa 580 Kinder und Jugendlichen kamen am Montag in ihren jeweiligen Klassenstufen mit Lehrern und Psychologen zusammen, wie der Leitende Schulamtsdirektor Wolfgang Schiele sagte. Ab nächster Woche sollen sie dann wieder in ihre Klassenverbände zurückkehren. Die Schüler wurden mit Bussen in Gemeindezentren in der Stadt und umliegenden Orten gebracht.
Noch vier Verletzte in Krankenhäusern
Nach dem Massaker mit 16 Toten und elf Verletzten wurden laut Hinderer am Montag noch immer zwei Schülerinnen sowie eine Polizistin und ein Polizist mit schweren Verletzungen stationär im Krankenhaus behandelt. Nach einer Pressemitteilung der Esslinger Polizei konnten die beiden Beamten aber inzwischen die Intensivstation verlassen.
Beisetzungen diese Woche
Nach einer ersten Beisetzung am Samstag sind für die nächsten Tage nach diesen Angaben weitere Beerdigungen vorgesehen. Nach Informationen der Polizei sollen alle Opfer von Tim K. noch vor der Zentralen Trauerfeier mit Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag beigesetzt sein. Wann und wo der Attentäter selbst beigesetzt werden soll, war zunächst nicht bekannt. Seine Eltern und auch seine jüngere Schwester waren am Montag weiter an einem auch für die Polizei unbekannten Ort, wie Hinderer sagte. Der Kontakt zu der Familie werde über ihren Anwalt gehalten.
Wie oft war Amokschütze am Schießstand?
Nicht äußern wollte sich der Sprecher zu einem Zeitungsbericht, wonach nach Angaben des Schützenvereins SSV Leutenbach Tim K. nur ein einziges Mal, und zwar im Oktober 2008, in der Anlage mit einer Pistole geschossen habe. Die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten unter Berufung auf den Vereinsvorsitzenden Detlef Lindacher, dies sei auch vorschriftsmäßig im Schießbuch notiert worden. Eine weitere Schießübung drei Wochen vor dem Amoklauf sei nicht eingetragen worden.
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