Schon früh haben sich unsere Vorfahren in der Riede "Stückl" nahe dem heutigen Mattersburg angesiedelt. Reges Treiben herrschte unter den Römern vom ersten bis ins vierte Jahrhundert nach Christus. Ab dem siebten Jahrhundert prägten die Awaren das Gebiet.
Schmuck und menschliche Schädel
"Bei unseren Forschungen waren wir über die Fülle an Funden überrascht", sagt Projektleiterin Dorothea Talaa. Im Rathaus präsentierte sie die "Schätze" - vom Ofen über Schmuck bis zum menschlichen Schädel. "Besonders interessant ist ein Metallstück, das ein Kreuzsymbol zeigt. Es weist auf eine frühe Christianisierung hin", erklärt die Archäologin.
Awarische Siedlung von Feinden zerstört
Talaa stieß außerdem auf Hinweise, wonach die awarische Siedlung von Feinden zerstört worden war: "Unsere Forschungen konzentrieren sich jetzt auf die Hintergründe dieser Gewalttat." Darüber hinaus wird geprüft, ob sich auch die Goten hier niedergelassen hatten. Gegraben wird ebenfalls in Sigleß, die Arbeiten starten im Frühjahr.
Von Karl Grammer
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