Nach Todesfall

Kritik an Sicherheitsvorkehrungen im Stadion

Kärnten
08.03.2009 11:45
Die Rettungskräfte haben ihren Dienst beendet, der Defibrillator hat gefehlt, die Hilferufe sind ungehört geblieben: Nach dem tragischen Tod eines 51-jährigen Fußballfans beim 2:0-Sieg des SK Austria Kärnten wird Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen in der Arena laut. Der Sicherheitsleiter hat inzwischen Verbesserungen angekündigt.

Der 51-jährige Rainer D., ehemaliger Feldkirchner Fußballfunktionär, hatte nach dem Spiel mit Bekannten und seiner Frau auf den Bus gewartet. Plötzlich sackte er zusammen. Nur wenige Momente, nachdem der Mann zusammengebrochen war, riefen Augenzeugen bei der Stadionverwaltung und bei der Security um Hilfe. 

Kein Rettungsdienst mehr vor Ort
"Obwohl noch einige hundert Zuschauer im Stadion waren, gab es keinen Rettungsdienst mehr. Es standen weder ein Defibrillator noch ein Notarztkoffer zur Verfügung", schildert Christian Knapitsch. Auch der Mediziner besuchte am Mittwoch das SK Austria-Spiel und kam durch Zufall zu dem dramatischen Zwischenfall. 

"Der Notarzt war nach der Alarmierung binnen neun Minuten beim Patienten", so Wolfgang Schober vom Roten Kreuz. Der Mann wurde fast 40 Minuten wieder belebt. Schober: "Es gab noch kurz ein Flimmern des Herzens. Die Reanimation blieb aber leider ohne Erfolg."

Alles schief gelaufen
Erst neun Minuten später ging beim Roten Kreuz der Notruf ein. Es dauerte weitere neun Minuten, bis der Rettungswagen beim Stadion eintraf. "Die Ärzte haben alles unternommen, um das Leben des Pensionisten zu retten. Sonst ist alles falsch gelaufen, was nur falsch laufen hätte können", schildern einige Augenzeugen.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone
Symbolbild

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