Die Verfolgungsjagd hat die Beamten bis nach Sopron geführt. Dort fanden sie nach dreißig Minuten nur noch das demolierte Fluchtauto vor, berichtete Stadtpolizeikommandant Fritz Tinhof.
Die Täter gingen bei dem Einbruch organisiert vor: Sie schlugen die Auslagenscheibe ein, einer der Drei händigte die Beute an seine Komplizen aus, die das Diebesgut schließlich in das Fluchtauto warfen. Nach nur wenigen Minuten traten sie die Flucht in einem Mercedes an, der kurz vor der Tat aus einer Garage in Donnerskirchen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) gestohlen worden war. Aufgrund der Vorgangsweise gehe man davon aus, dass es sich um eine Profibande handelt, so Tinhof.
Lenker viel zu schnell unterwegs
Das Fahrzeug konnte kurze Zeit später auf der A3 bei Wulkaprodersdorf von einer Polizeistreife ausgemacht werden. Der Lenker fuhr mit weit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Klingenbach, die Polizei nahm die Verfolgung auf. Die Sperre des ehemaligen Grenzüberganges sowie weitere Haltezeichen der Polizei hinderten die Täter nicht am Weiterfahren. Sie flüchteten nach Ungarn, die österreichischen Beamten setzten die Fahndung fort. Etwa zwei Kilometer nach der Grenze entdeckten sie das beschädigte Fluchtfahrzeug in Sopron.
"Durch Wald und Wiese" Fluchtweg gesucht
Spuren hätten darauf hingewiesen, dass die Täter etwa eineinhalb bis zwei Stunden lang "durch Wald und Wiese" zu Fuß auf der Suche nach einem neuen Fluchtwagen unterwegs waren, schilderte Tinhof. Die Täter wurden fündig - sie stahlen im Raum Sopron ein weiteres Fahrzeug und setzten ihre Flucht Richtung Süd-Ost-Ungarn fort. Das habe man seitens ungarischer Polizeibeamten in Erfahrung gebracht. Die Fahndung nach den Tätern ist weiter im Gange, am Tatort wird ermittelt.
Vor dem Juweliergeschäft fanden die Ermittler einen Vorschlaghammer, eine Spaltaxt und ein Krampen. Diverse Schmuckstücke aus der Auslage lagen am Boden unter den Splittern der zertrümmerten Scheiben. Über die tatsächliche Beute sowie die Schadenssumme konnte vorerst keine Angabe gemacht werden.
Symbolfoto
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