Mi, 15. August 2018

Flammenhölle

19.02.2009 13:03

Bereits 208 Tote durch Buschfeuer in Australien

Bei den verheerendsten Buschfeuern in der Geschichte Australiens ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Bisher seien 208 Menschen in den Flammen umgekommen, teilte die Polizei des Bundesstaats Victoria am Donnerstag mit. Den Angaben zufolge wurden in der mit 45 Opfern besonders hart getroffenen Stadt Marysville sechs weitere Leichen gefunden. Ein weiterer Toter wurde demnach in dem Ort Flowerdale geborgen. Erst am Mittwoch hatten die Behörden die Hoffnung geäußert, dass die Zahl der Toten nicht mehr ansteigen werde.

Hunderte Feuerwehrleute kämpften am Donnerstag weiter gegen fünf Brände, die allerdings keine Gefahr für Häuser und Grundstücke darstellten. Insgesamt wurden bei den Buschfeuern bisher fast 2.000 Häuser zerstört. Rund 450.000 Hektar Land verbrannten. Während einige Feuer auf natürliche Weise oder nach Einschätzung der Behörden versehentlich entstanden sein dürften, besteht für andere der Verdacht der Brandstiftung.

Hilfsorganisationen gefragt
Unabhängig von der Schuldfrage stellt sich für die Überlebenden nun die Frage nach dem Wiederaufbau. Lebensmittel und Kleidung seien bereits im Überfluss gespendet worden, nun bedürfe es praktischer Hilfsmittel wie Werkzeug und Arbeitskleidung, erklärten mehrere Hilfsorganisationen am Donnerstag.

Die Heilsarmee forderte dazu auf, anstatt Sachspenden Geld für den bevorstehenden Wiederaufbau zu spenden. Die Hilfsorganisation St. Vincent de Paul erklärte, es würden vor allem Scheibtruhen, Generatoren und Kettensägen gebraucht. Die Aufräumarbeiten werden zunächst nach Einschätzung der Behörden noch Monate in Anspruch nehmen.

Überlebende wollen zurück
Viele der 7.500 Menschen, die ihr Heim verloren haben, wollen aus den Hilfseinrichtungen und Lagern in ihre vom Feuer teils ausradierten Ortschaften zurückkehren. Die 47-jährige Marisa Pegoraro konnte mit ihrer Familie nur knapp den Flammen entkommen, doch sie will schnell zurück in ihre Heimatstadt Kinglake: "Es gibt Notunterkünfte im ganzen Land, aber wir wollen dahin, wo unsere Kinder in die Schule gehen können. Wir brauchen ein wirkliches Zuhause."

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