AK-Preischeck

Produkte bis zu 56 % teurer als in Deutschland

Oberösterreich
28.01.2009 16:02
Lebensmittel-Testkäufe des Konsumentenschutzes der oberösterreichischen Arbeiterkammer belegen es mit Original-Kassazetteln: Handelsketten, die sowohl in Österreich als auch in Deutschland Filialen haben, verrechnen ihren österreichischen Kunden für dieselben Produkte noch immer bis zu 56 Prozent mehr.

Die AK kritisiert das seit Sommer. Auf dem Höhepunkt der Teuerung im Vorjahr hatte die AK auf den Österreich-Zuschlag aufmerksam gemacht. Inzwischen ist die Inflationsrate wieder gesunken, Konsumentenschützer forschten nach, ob sich dadurch etwas geändert hat. Testkäufe bei Welser und Passauer Filialen von Rewe, Billa, Penny, Lidl, Zielpunkt und Plus zeigten: Sowohl bei Markenprodukten als auch bei Eigenmarken sind die österreichischen Preise netto - bereinigt um die unterschiedlichen Steuersätze - weiterhin höher.

Baguettes besonders teuer
Spitzenreiter sind frische Baguettes mit 56,3 und Pommes frites mit 52,3 Prozent Preisunterschied. Fischstäbchen, Butter und Margarine sind bis zu 35 Prozent teurer, Toffifee bis zu 46,4 Prozent. "Eine reelle Begründung dafür gebe es nicht", wirft AK-Präsident Johann Kalliauer den Handelsketten vor.

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