Großer Literat ist tot
US-Autor John Updike an Lungenkrebs gestorben
"Updike war einer unserer größten Schriftsteller, er wird uns bitter fehlen", sagte ein Sprecher seines Verlags, Nicholas Latimer. Mit seinem umfangreichen literarischen Schaffen etablierte sich Updike als einer der wichtigsten Chronisten der US-Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Rabbit-Serie, die auch verfilmt wurde.
Viele seiner Geschichten sind in den Kleinstädten und Vororten Neuenglands angesiedelt, sie sind bevölkert von neurotischen, getriebenen Figuren. Anstoß erregte Updike in seiner frühen Schaffensphase mit expliziten sexuellen Darstellungen.
Langjähriger Anwärter für den Literaturnobelpreis
Updikes wohl berühmteste Roman-Figur ist Harry "Rabbit" Angstrom, den Updike erstmals 1960 in seinem Roman "Rabbit, Run" (deutsch: Hasenherz) einführte. Bis 1990 folgten drei weitere Romane, die Angstroms Werdegang und seinen Kampf gegen die Mittelmäßigkeit der Existenz in einer amerikanischen Kleinstadt beschreiben. Für die beiden letzten "Rabbit"-Romane erhielt Updike jeweils einen Pulitzer-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung der USA. Der Autor galt auch als Anwärter für den Literaturnobelpreis.
Mehrere von Updikes Werken wurden verfilmt. Zu den bekanntesten Streifen zählen "Die Hexen von Eastwick" mit den Hollywood-Stars Jack Nicholson und Susan Sarandon und die Verfilmung von "Rabbit, Run".
Updike wurde am 18. März 1932 in der Kleinstadt Shillington in Pennsylvania geboren, sein Vater war Mathematikprofessor. Bevor er sich ganz der Schriftstellerei widmete, war Updike hauptberuflich als Journalist tätig. Zwischen 1955 und 1957 war er Redakteur der Zeitschrift "New Yorker", als Student der Elite-Uni Harvard hatte er bereits für die Campuszeitung geschrieben.
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