"Conficker" hat allein in Österreich mittlerweile 60.000 Rechner infiziert. "Was wir bislang gesehen haben, war die Verbreitungsphase des Wurms", erklärt Otmar Lendl von "CERT", der vom Bundeskanzleramt beauftragten nationalen IT-Sicherheitseinrichtung.
Eigentlicher Angriff steht erst bevor
Insgesamt schlummert der Virus, der jeden Tag weltweit 250 Internetseiten generiert, auf zehn Millionen Rechnern weltweit. Jetzt befürchten IT-Experten, dass der eigentliche Angriff des Wurms erst bevorsteht. "Die befallenen PC sind wie Schläfer. Der Autor lässt die Sache erst einmal abkühlen", so Lendl, der bestätigt, dass der Macher des Computerwurms bereits für kriminelle Angriffe auf Computer verantwortlich gewesen ist.
Tickende Zeitbombe
"Conficker" ist eine tickende Zeitbombe, bei der ein Knopfdruck genügt, um sie zu zünden. "Der Virus könnte weitere Schadsoftware herunterladen. Alle Daten, die auf den infizierten Rechnern gespeichert sind, könnten dann gelöscht oder weiterverkauft werden", befürchtet Lendl.
Experten beruhigen
Da heutzutage fast alles auf PC gespeichert ist, wäre ein Daten-Super-Gau die Folge. Sorgen um die nationale Sicherheit machen sich die Experten aber nicht - zumindest nicht in Österreich. Lendl: "Es sieht nicht so aus, als ob der Virus für Österreich bestimmt wäre."
von Thomas Leitner, Kärntner Krone und kaerntnerkrone.at
Symbolbild
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