Sterbehilfe-Streit
Gericht stärkt Familie von Komapatientin Eluana
Er sei sehr glücklich mit der Entscheidung, sagte der Vater Englaros, der im Namen seiner Tochter seit zehn Jahren gegen die Behörden kämpft. Eine Klinik in Udine hatte sich vergangene Woche grundsätzlich bereit erklärt, die Komapatientin für ihre letzten Tage aufzunehmen.
Englaro war 1992 nach einem Autounfall ins Koma gefallen und ist seitdem nicht wieder aufgewacht. Ihr Fall bewegt ganz Italien. Vor allem die katholische Kirche kämpft erbittert gegen eine Sterbehilfe für die Frau, der Vatikan verurteilte dementsprechend den Spruch des Berufungsgerichts. "Es läuft darauf hinaus, einen Mord zu begehen, wenn man Eluana nichts mehr zu essen und zu trinken gibt", erklärte der Vorsitzende des päpstlichen Rates für Gesundheitsfragen, Javier Lozano Barragan.
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