Verzögerung
Guantanamo-Schließung nicht so früh wie geplant
Probleme bereitet den USA derzeit die Frage, was mit den noch rund 250 verbleibenden Insassen passieren soll. Einige von ihnen stellen aus Sicht der USA keine Bedrohung mehr dar und sollen auf freien Fuß gelassen werden. Während manche von ihnen in ihre Heimatländer zurückkehren wollen, fürchten andere dort aber Verhaftung und Folter.
Das nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eröffnete Gefangenenlager hat wegen der dort teilweise angewendeten Verhörpraktiken sowie der Verwehrung ordentlicher Gerichtsverfahren gegen die Insassen heftige Kritik in aller Welt hervorgerufen. US-Verteidigungsminister Robert Gates, der auch unter Obama im Amt bleiben wird, hatte Mitte Dezember seine Mitarbeiter mit der Ausarbeitung eines Schließungsplans für Guantanamo beauftragt.
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