Feuerkatastrophe
40 Tote bei Großbrand in Elendsviertel
Der Großbrand brach den Angaben zufolge am Donnerstag kurz vor Mitternacht aus und überraschte viele Bewohner des Elendsviertels im Schlaf. Die Flammen zerstörten mehr als 30 Hütten. Nach Angaben des Gesundheitsministers der Provinz Sindh, Saghir Ahmed, lebten darin rund 200 Menschen.
"Mein Leben ist zerstört"
Nach Behördenangaben wurden mehr als 20 Menschen verletzt, die Hälfte von ihnen erlitt demnach schwere Verbrennungen. Während einige Überlebende in Tränen ausbrachen, suchten andere in den Trümmern verzweifelt nach Angehörigen. "Das ist eine Katastrophe. Mein Leben ist zerstört", sagte Mohammed Khan, der seine Frau und zwei Kinder bei dem Unglück verlor.
Grund für die hohe Opferzahl war nach Ansicht der Feuerwehr auch das Fehlen von Fluchtwegen: Das Elendsviertel ist von drei Seiten von Hochhäusern eingeschlossen. Der einzige Fluchtweg sei durch die Flammen bald versperrt gewesen. Die Löschtrupps brauchten mehrere Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Schwarzer Rauch hing am Freitag über dem Viertel. Karachi war früher durch ausgedehnte Grünanlagen geprägt, heute ist die Zwölf-Millionen-Stadt eine Betonwüste mit verstreuten Ansiedlungen. Die Hälfte der Einwohner lebt in Slums.
Brandursache unklar
Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an. Als Ursache wurde zunächst eine herabgefallene Stromleitung vermutet. Laut Gesundheitsminister Ahmed wurde auch untersucht, ob ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer den Brand auslöste. Möglicherweise hätten sich einige Bewohner des Viertels damit vor der Kälte schützen wollen.
Der Großbrand in Karachi ist eine der tödlichsten Feuerkatastrophen der vergangenen Jahre in Pakistan. Im Dezember 2006 waren 22 Menschen gestorben, als bei einer Hochzeit in der zentralen Stadt Jhok Utra ein Feuer ausbrach.
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