Seeräuber gefangen
Franzosen wehren Piratenangriffe vor Somalia ab
Erst am Samstag haben Piraten im Arabischen Meer einen jemenitischen Tanker in ihre Gewalt gebracht. Nach Angaben des jemenitischen Verteidigungsministeriums war das mit 2.000 Tonnen Dieselkraftstoff beladene Schiff auf dem Weg vom Golf von Aden zu dem südostjemenitischen Hafen Nishtun unterwegs. Die Piraten hätten das Schiff gezwungen, zur Küste Somalias zu fahren. Die Behörden bemühten sich um einen Kontakt zu den Seeräubern, um Schiff und Mannschaft freizubekommen, hieß es.
Dänische Marine vereitelt Angriff
Zuvor hatte die dänische Marine vor der Küste Somalias einen Piratenangriff abgewehrt. Ein auf den Niederländischen Antillen registrierter Frachter war am Freitag von einem kleinen Boot aus attackiert worden. Daraufhin hat ein Hubschrauber des Marineschiffs "Absalon" eingegriffen und Warnschüsse abgegeben. Auch die Mannschaft des Frachters hat sich gewehrt und Leuchtraketen auf das Boot abgeschossen, das daraufhin in Flammen aufging. Laut dänischen Angaben seien die fünf Piraten über Bord gesprungen und von der "Absalon" gerettet worden. Nun werde geklärt, was mit den Männern geschehen solle. Die "Absalon" patrouilliert seit Anfang September die Gewässer vor der Küste Somalias.
Mehr als 100 Attacken im Jahr 2008
Somalische Piraten haben im vergangenen Jahr mehr als 100 Schiffe angegriffen. Nach Informationen von Experten wurden 42 gekapert und entführt. 14 Schiffe mit insgesamt mehr als 240 Seeleuten waren bis Ende Dezember noch in der Gewalt der Piraten. Die EU und weitere Staaten haben Kriegsschiffe in die Region entsandt, um die Handelsrouten zu schützen.
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