Skandal in Alaska

Beamte verschickten rassistische Obama-Mails

Ausland
18.12.2008 13:18
Die Behörden in Alaska ermitteln wegen rassistischer Beleidigungen gegen den künftigen US-Präsidenten Barack Obama, die auf E-Mail-Konten des Staates verbreitet worden sind. Die Nachrichtenagentur AP erhielt Kenntnis von fünf derartigen E-Mails und informierte die Behörden, die nach eigenen Angaben bis dahin nichts davon wussten. Eine Regierungssprecherin sprach am Mittwoch von einem peinlichen Vorfall. Gouverneurin Sarah Palin sei alarmiert worden. Unter anderem hieß es in den Schmäh-Mails: "Noch eine schwarze Familie in einer Staatswohnung!"

Die Behörden in Alaska haben die Ermittlungen aufgenommen. Palins Sprecher Bill McAllister erklärte, offenbar handle es sich um einige Mitarbeiter, die die elektronische Post weitergeleitet hätten. Wie viele Personen involviert sind, ist noch unklar. Angeblich kamen die Witze von außerhalb der Behörden und wurden dann von den Beamten weitergeleitet. "Das ist sehr beschämend für den Staat", sagte eine Regierungsmitarbeiterin.

Sprecher: "Palin frei jeder Verantwortung"
Palin-Sprecher McAllister sprach von einem "persönlichen Vergehen" der Beschuldigten, das "disziplinarische Maßnahmen" nach sich ziehen werde. Klar sei aber, dass Sarah Palin frei jeder Verantwortung ist.

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