Der Bundesrechnungshof, der das Kärntner Pensionsmodell unter die Lupe genommen hat, spart nicht mit Kritik. Es wurde zwar die Bemessungsgrundlage von 80 auf 76 Prozent des Letztbezuges gesenkt und das Pensionsalter um 1,5 Jahre angehoben - im Vergleich mit anderen Bundesländern bringt das laut Rechnungshofbericht aber nur "äußerst geringe Einsparungen".
Steiermark spart 244 Millionen
"Die Steiermark etwa hat unsere Empfehlungen heuer umgesetzt und wird bis 2047 rund 244 Millionen Euro einsparen", erklärt die Rechnungshof-Sprecherin Helga Berger.
Wo sind nun die Unterschiede?
Beim Bundesmodell ist ein Durchrechnungszeitraum von 40 Jahren Grundlage für die Pensionshöhe, die Länder gehen von 25 Jahren aus. In beiden Fällen wurde das Pensionsalter auf 65 Jahre angehoben. Das hat beträchtliche Auswirkungen: Ein Akademiker Jahrgang 1975 kann in Kärnten mit einer Pension von 71 Prozent des Letztbezuges rechnen. Ein Bundesbediensteter gleichen Jahrgangs erhält 40,6 Prozent.
Der Rechnungshof empfiehlt der Landesregierung dringend, die Bedingungen dem Bund anzugleichen.
Lehrer sind ein Kapitel für sich
So haben die Prüfer herausgefunden, dass die beim Land angestellten Lehrer um durchschnittlich drei Jahre früher in Pension gehen als ihre vom Bund bezahlten Kollegen. Pflichtschul-, Berufsschul-, Land- und Forstwirtschaftslehrer verabschiedeten sich 2006 mit 57,2 Jahren vom aktiven Berufsleben. Die Bundeslehrer werkten im Schnitt bis zum Alter von 60,3 Jahren.
von Waltraud Dengel, Kärntner Krone
Symbolbild
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