Wahl in Rumänien

Sozialdemokraten siegen äußerst knapp

Ausland
02.12.2008 12:24
Das mit Spannung erwartete Endergebnis der rumänischen Wahlen vom Sonntag ist da: Das Wahlbündnis der Sozialdemokraten und Konservativen (PSD-PC) führt sowohl in der Abgeordnetenkammer mit 33,09 Prozent als auch im Senat mit 34,16 Prozent. Knapp dahinter liegen die Liberaldemokraten PD-L mit 32,36 bzw. 33,57 Prozent, steht nach der Auszählung aller Stimmen fest. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 39 Prozent. Die regierende National-Liberale Partei (PNL) von Ministerpräsident Calin Popescu Tariceanu erreichte 18,54 bzw. 18,74 Prozent. Einen Einzug ins Parlament schaffte auch der Demokratische Ungarnverband in Rumänien (UDMR) mit 6,17 bzw. 6,39 Prozent.

Diese vier Parteien werden künftig im rumänischen Parlament vertreten sein. Hinzu kommen noch Mandate für nationale Minderheiten. Die rechtspopulistische Großrumänien-Partei (PRM) sowie die religiös-nationalistische Partei Neue Generation-Christdemokraten (PNG-CD) scheiterten an der 5-Prozent-Hürde.

Mandatsverteilung weiterhin unklar
Unklar ist noch die Sitzverteilung im Parlament. Wegen des knappen Ergebnisses der PSD-PC gegenüber der PD-L ist nicht auszuschließen, dass die Differenz bei nur ein oder zwei Mandaten liegen wird. Im Senat könnten die beiden Parteien sogar die gleiche Anzahl von Sitzen bekommen. Die Liberaldemokraten hatten bereits angekündigt, gemäß einer eigenen, parallel durchgeführten Auszählung ein bis zwei Mandate mehr als das sozialdemokratische Wahlbündnis zu haben.

Alle Parteien halten sich daher bisher noch alle Optionen offen. Die offizielle Mandatsverteilung wird in den nächsten Stunden erwartet.

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