Insel sagt sich los
Grönländer für größere Autonomie von Dänemark
Die rund 39.000 Wahlberechtigten - zumeist Inuit - stimmten darüber ab, ob die Zuständigkeit unter anderem für Polizei, Justiz und Meeresumwelt künftig direkt auf der größten Insel der Welt liegt und nicht mehr in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Außerdem wurden in dem Referendum Richtlinien über die Aufteilung der erhofften Einnahmen aus Ölvorkommen vor der Küste dargelegt. Die Abstimmung galt als wichtiger Schritt hin zu einer völligen Unabhängigkeit Grönlands von Dänemark.
Hoffen auf Wohlstand durch Ölfunde
Dem Entwurf zufolge soll Grönland pro Jahr die ersten 75 Millionen Kronen (rund 100 Millionen Euro) aus künftigen Öleinnahmen behalten dürfen. Was darüber hinaus geht, wollen sich Grönländer und Dänen je zur Hälfte teilen. Im Gegenzug laufen die dänischen Subventionen von derzeit umgerechnet 460 Millionen Euro jährlich aus, die zwei Drittel der grönländischen Wirtschaft ausmachen.
Die Bohrungen nach Öl vor Grönland haben 1971 begonnen und bisher keine nennenswerte Vorkommen zu Tage befördert. Doch hoffen die Grönländer immer noch auf Wohlstand durch den Fund von Öl oder Mineralien.
Seit 1953 Teil von Dänemark
Grönland ist seit 1953 gleichberechtigter Teil Dänemarks. Seit 1979 besitzt die ehemalige Kolonie bereits den Status einer inneren Autonomie. Mit einer Fläche von 2,1 Millionen Quadratkilometern, von denen 80 Prozent mit Eis bedeckt sind, ist Grönland die größte Insel der Welt. Vor der Küste werden reiche Öl-und Gasvorkommen vermutet. 50.000 der 57.000 Einwohner sind Inuit.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.