Explosion am Bau

Kriegsrelikt fliegt Spittaler um die Ohren

Kärnten
26.11.2008 02:01
Ein 39-jähriger Spittaler (siehe Bild) ist bei Bauarbeiten von einem explodierenden Kriegsrelikt verletzt worden. Er war mit Sanierungsarbeiten an einer Brücke in Stadl an der Mur (Steiermark) beschäftigt, als plötzlich eine Patrone, die einbetoniert war, in die Luft ging.

Der Unfall hat sich am Dienstag gegen 10.45 Uhr auf der Murbrücke in Stadl an der Mur im Bezirk Murau ereignet. Der 39-jährige Bauarbeiter aus Spittal/Drau war damit beschäftigt, mit dem Presslufthammer das Eisenlager einer Brücke freizulegen. Plötzlich gab es eine Explosion!

Von Splittern im Gesicht getroffen
Der Kärntner wurde von Betonsplittern im Gesicht und im Bereich der Augen getroffen. Er erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und wurde zum Augenarzt gebracht.

Mit Meißel auf Patrone gestoßen
Wie sich herausstellte, war der Arbeiter in etwa fünf Zentimetern Tiefe mit dem Spitzmeißel seines Hammers seitlich auf eine alte Patrone, Militärkaliber 7,62, gestoßen und hatte sie unwissentlich zur Explosion gebracht.

Relikt der Deutschen Wehrmacht?
Die Polizei vermutet, dass die Patrone aus Beständen der Deutschen Wehrmacht stammt, da es während eines Rückzuges im Krieg üblich war, alte Waffen und Munition in der Mur zu entsorgen.

Symbolbild

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