Menschenhandel
Sex mit Prostituierten kann künftig Straftat sein
Wie Innenministerin Jacqui Smith am Mittwoch in London erklärte, hatte die Regierung auch in Erwägung gezogen, käuflichen Sex ganz zu verbieten. Allerdings sei man davon abgekommen, weil es dafür keine Unterstützung in der Öffentlichkeit gebe. Die Regierung wolle aber dem Menschenschmuggel einen Riegel vorschieben. Die betroffenen Frauen würden "regelrecht als Sklaven gehalten", sagte Smith. "Verschleppte Frauen haben keine Wahl, Männer hingegen schon."
Bis zu 1.200 Euro Strafe
Fehlendes Wissen über die Situation der Frauen soll nach den Plänen der Regierung keine Entschuldigung mehr sein. Die erwischten Männer handeln sich einen Eintrag ins Strafregister ein und müssen bis zu 1.200 Euro Strafe zahlen. Wer wissentlich den Dienst ausgebeuteter Frauen in Anspruch nimmt, soll wegen Vergewaltigung angeklagt werden können.
70 Prozent der Prostituierten würden entweder von Zuhältern kontrolliert oder seien als Opfer von Menschenhändlern ins Land gekommen, sagte Innenministerin Smith. Dem widersprach Nikki Adams von der Vereinigung englischer Prostituierter. Der von der Regierung genannte Anteil sei zu hoch, die meisten Frauen böten ihre Dienste freiwillig an.
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