Im Gegensatz zu den auf der Erde verwendeten TCP/IP- Internetprotokollen, die den Datenaustausch über die Grenzen lokaler Netzwerke hinaus ermöglichen, benötige DTN keine durchgehende Verbindung. Vielmehr könnten einzelne Netzwerkknoten die zu übermittelnden Informationen speichern, bis die Kommunikation zu einem anderen Knotenpunkt wieder sicher ist. Informationen würden demnach nicht mehr verloren gehen, wenn nicht auf Anhieb eine Verbindung zum Empfänger bestehe - etwa beim Vorbeiflug eines Raumschiffes hinter einem Planeten oder störenden Sonnenwinden.
Bei dem nun erfolgten Test konnten Datenpakete von Dutzenden von Bildern zum Raumschiff Epoxi übermittelt werden, das sich auf einer Mission zum Kometen Hartley 2 befindet. Dabei sei es gelungen, eine Entfernung von mehr als 32 Millionen Kilometern zu überbrücken. "Dies ist der erste Schritt bei der Einrichtung einer vollkommen neuen Kommunikationsmöglichkeit im All, einem interplanetarischen Internet", sagte der Projektverantwortliche bei der NASA, Adrian Hooke. Mit an der Entwicklung beteiligt ist Google-Vize-Chef Vint Cerf.
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