Akute Stromkrise
Toter Polizist bei Protesten in der Karibik
Ausland
12.11.2008 13:14
Bei gewaltsamen Protesten gegen die mangelhafte Stromversorgung ist in der Dominikanischen Republik ein Polizist getötet worden. Er sei bei einer Patrouille in Navarette 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo erschossen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit.
Menschen waren aus Protest gegen Stromausfälle, die bis zu 18 Stunden dauern, auf die Straße gegangen. Dabei kam es zu Schusswechseln mit der Polizei.
Heftige Auseinandersetzungen
In den vergangenen zwei Wochen lieferten sich Demonstranten auch in Santo Domingo und in der zweitgrößten Stadt des Landes, Santiago, heftige Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Dabei erlitten zwei Polizisten Schussverletzungen, fünf Demonstranten wurden festgenommen.
Die Dominikanische Republik leidet unter einer anhaltenden Elektrizitätskrise. Die Zentralregierung steht bei den Energieversorgern angeblich mit umgerechnet rund 320 Millionen Euro in der Kreide, welche sie aus eigenen Angaben mit der Aufnahme von weiteren Krediten tilgen will.
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