Aufruhr in Bangkok
Premierminister flieht per Helikopter
Die Polizei hatte die Demonstranten mit einem Überraschungsangriff zunächst zerstreut. Dann umstellten immer neue Kundgebungsteilnehmer neuerlich das Areal. Hunderte Abgeordnete saßen dort fest.
Vizepremier Chavalit Yongchaiyudh trat unterdessen von seinem Amt zurück. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten stimme nicht mit dem überein, was er "versprochen" habe, versicherte Chavalit in einer handschriftlichen Erklärung.
"Das ist barbarisch"
"Das ist barbarisch", sagte eine 53-Jährige, die am Kopf verwundet wurde. "Wir hätten nicht gedacht, dass die Polizei uns angreift." Es waren auch Schüsse zu hören; Sanitäter berichteten von Verletzungen durch Gummigeschoße. Offiziellen Angaben zufolge waren die Polizisten unbewaffnet.
Drahtzieher der Blockade war das Oppositionsbündnis PAD, das seit Wochen den Regierungssitz besetzt hält. Die außerparlamentarische Volksallianz für Demokratie (PAD) wirft Somchai sowie dessen Vorgänger Samak Sundaravej vor, lediglich "Marionetten" des 2006 durch einen Militärputsch gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra zu sein, der seitdem im Exil in Großbritannien lebt. Somchai ist ein Schwager von Thaksin.
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