Mandl will bleiben

Mandl stellt klar, dass er weiterarbeiten will

Kärnten
10.09.2008 17:22
Die Abberufung von Dieter Mandl als Kabeg-Chef wird eine teure Angelegenheit: Er hat einen Fünf-Jahres-Vertrag. Muss dieser voll ausbezahlt werden, kann Mandl spazieren gehen und sich über eine knappe Million Euro freuen. Kabeg-Aufsichtsratchef Martin Strutz hofft indessen auf eine einvernehmliche Lösung.

Mandl hat am Mittwoch klargestellt, dass er weiterarbeiten wolle: Er lasse sich weder durch politische Einflussnahme noch durch sonstige Querschüsse von seiner Arbeit in der Kabeg abschrecken. 

SPÖ, ÖVP und BZÖ für Absetzung
Nachdem sich nach SPÖ und ÖVP jetzt auch Landeschef Jörg Haider von Mandl abgesetzt hat, wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben. Die Frage ist jetzt, ob es zu einer einvernehmlichen Trennung kommt oder ob Mandl vom Aufsichtsrat am 16. September abgesetzt wird. Mandl könnte dann die Erfüllung des Vertrags einklagen. 

Mandl dementiert
Haider und Strutz werfen Mandl vor, beim LKH-Neubau von den Vorgaben der Politik abgewichen zu sein. "Wir werden mit Mandl reden, ob er seine Pflichten erfüllt hat", kündigt Strutz an. Haider behauptet, Mandl habe eine Aufstockung der Bettenzahl zugesagt. Mandl dementiert dies. 

Umbau könnte um 14,9 Millionen teurer werden
Inzwischen wurde bekannt, dass sich der Umbau der Chirurgie-Ost und der 2. Medizinischen Abteilung um 14,9 Millionen verteuern könne. Grund sollen neue Forderungen der Primarärzte sein. Die Budgetreserve von 4,12 Million Euro ist seit Mandls Amtsantritt auf 1,4 Millionen geschrumpft.

von Waltraud Dengel, Kärntner Krone

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