Drama geklärt

Millionär legte Heizöl-“Pipeline” durch Villa

Ausland
04.09.2008 13:40
Im Drama um die englische Millionärsfamilie Foster sind die letzten Fragen zum Tathergang geklärt: Es steht fest, dass der Geschäftsmann Christoph Foster (50) seine Ehefrau Jillian (49) und seine Tochter Kirstie (15) tötete, sein Anwesen niederbrannte und dann Selbstmord beging. Jetzt wurde auch das Rätsel gelöst, wie der Familienvater die unglaubliche Feuersbrunst in der Villa herbeiführen konnte: Nachdem er Gattin und Tochter umgebracht hatte, dürfte Foster in Schwerstarbeit eine Art "Pipeline" durch sein Anwesen gelegt und damit Heizöl aus einem zentralen Lagertank in verschiedene Teile des Hauses geleitet haben. Anschließend legte er den Brand und fackelte alles nieder.

Klarheit in den Fall brachten letztlich die Aufzeichnungen der Überwachungskameras auf dem Luxusanwesen, die die Geschehnisse der Nacht auf den 26. August dokumentieren. Unter anderem ist Foster mit einem Gewehr in der Hand zu sehen, wie er gerade aus dem Pferdestall kommt. Um ihn herum steht bereits alles in Flammen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Unternehmer seine Familie aus Scham wegen seiner hohen Schulden - rund 2,5 Millionen Euro - tötete. Foster war zu seinem Vermögen gekommen, weil er Dämmstoffe für Ölplattformen herstellte. Doch seine Firma Ulva wurde im vergangenen Jahr aufgelöst, Klagen von Lieferanten waren anhängig. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten soll er seinen aufwendigen Lebensstil beibehalten haben.

Tragödie nach Grillparty
Laut Polizei hat sich die Tat so abgespielt: Die Familie Foster war auf einer Grillparty eines Geschäftsfreundes zu Gast. Gegen 20.30 Uhr fuhr die Familie nach Hause. Irgendwann in der Nacht erschoss Foster seine Ehefrau und seine Tochter mit einem Kleinkalibergewehr, tötete die Haustiere (vier Hunde und drei Pferde), setzte das Haus mit der "Pipeline" in Brand und verübte Selbstmord. Das letzte Lebenszeichen kam von der 15-jährigen Kirstie, die gegen 1 Uhr mit Freundinnen im Internet chattete.

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