"Flug zu gefährlich"
Polens Präsident reist per Auto nach Georgien
Ausland
13.08.2008 13:37
Ein polnischer Militärpilot hat seinen Staatspräsidenten Lech Kaczynski beim Flug nach Georgien am Dienstag in die Schranken gewiesen. Während seiner Mission zur Unterstützung des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili wollte Kaczynski nach einer Zwischenladung auf der Halbinsel Krim (Ukraine) direkt nach Tiflis fliegen.
Der Flugkapitän lehnte dies wegen Gefahren in dem von Russland kontrollierten Luftraum ab. An Bord trage er die Verantwortung für die Sicherheit der Fluggäste, argumentierte der Offizier.
Trotz Protests des Staatsoberhauptes, das laut Verfassung den Streitkräften vorsteht, setzte sich der Pilot durch und flog nach Aserbaidschan. Von dort musste Kaczynski eine vierstündige Autoreise auf sich nehmen, bevor er am späten Dienstagabend die georgische Hauptstadt erreichte.
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