Tierquälerei

Rinder erleiden Höllenqualen

Kärnten
09.08.2008 15:21
Unfassbares Tierleid in einem Stall in St. Georgen am Längsee: Durch Zufall entdeckte die Polizei zwei Stiere, die wohl jahrelang unter entsetzlichen Qualen hatten dahinvegetieren müssen. Der Dreck unter den Tieren stand so hoch, dass die Haltegurte im Fleisch der Tiere eingewachsen waren. Ihr Besitzer wurde angezeigt.

"Es war schockierend", schildert Josef Reiter den grausamen Anblick der Tiere. Auf der Suche nach einem vermissten Landwirt betrat er dessen Stall und sah das Unfassbare: "Die Stiere hatten offene Fleischwunden am Hals und ihre Hufe waren stark verwachsen. Sie dürften wohl über Jahre hinweg in diesem Stall, der einen Meter hoch mit Mist bedeckt war, gehalten worden sein."

Stier fast verendet
Der Dreck stand so hoch, dass sich der Haltegurt in das Fleisch der Tiere schnitt - ein Stiere war sogar zwischen dem Mist und einem über ihm hängenden Eisenrohr eingeklemmt. "Er war fast am Verenden", so Reiter, der sofort einen Tierarzt verständigte.

Wechsel in artgerechten Stall
Der Mediziner erlöste die Vierbeiner - die nach Polizeiinformationen seit acht Jahren im Besitz des Landwirtes waren - von ihren Höllenqualen und ließ sie in einen artgerechten Stall nach Villach bringen.

Anzeige gegen Landwirt
Ihr Halter, ein 56-jähriger Landwirt aus St. Georgen (für ihn gilt die Unschuldsvermutung), wurde wegen Verdacht der Tierquälerei angezeigt.

Von Thomas Leitner/Kärntner Krone

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