Protest

Gläubige sollen künftig Kreuzberglkirche “teilen”

Kärnten
04.08.2008 18:09
"Das lassen wir uns nicht gefallen!" Teils empört und teils ängstlich reagieren Gläubige auf die Ankündigung von Prälat Karl Heinz Frankl, die Diözese werde die Klagenfurter Kirche am Kreuzbergl der rumänisch-orthodoxen Gemeinde übergeben. Sie befürchten, dass das kleine Gotteshaus für sie nun gänzlich verloren ist.

Egal ob Hochzeiten oder Taufen - die Klagenfurter Kirche am Kreuzbergl ist bekannt und beliebt. Obwohl in den vergangenen Jahren etwas verwahrlost, bekam die Kirche in der letzten Zeit wieder neues Leben eingehaucht. 

Ein Komitee kümmert sich nicht nur um Spenden für den Ankauf einer neuen Orgel. Das Gotteshaus wird auch liebevoll geputzt; es werden Abendmessen mit Musik veranstaltet, die immer wieder für "volles Haus" sorgen. Agapen vor der Kirchentür bieten zusätzlich Gelegenheit für Kommunikation. 

Für Messen vermietet 
Jetzt hat die Diözese Gurk beschlossen, die Kreuzberglkirche teilweise an die Rumänisch-Orthodoxe Gaubensgemeinschaft zu vermieten. Stadtpfarrer Markus Mairitsch, Rektor der Kirche: "Die Rumänen haben uns um die Kirche gebeten. Derzeit sind sie in der 
Altkatholischen Markuskirche in Klagenfurt beheimatet, dort müssen sie aber weg. Im Sinne der Ökumene werden wir vermieten." 

An Sonntagen von 9-12 Uhr soll die Kirche den Orthodoxen zur Verfügung stehen - und auch an deren Feiertagen. Mairitsch: "Ausnahmen sind natürlich Fronleichnam und Ostern!" Es soll einen fixen Vertrag geben. Ob das die Gläubigen beruhigt? Ein Besucher der Kreuzberglkirche alarmiert: "Die Rumänen haben nämlich angekündigt, dass sie sich jetzt sogar selbst weiter um die Orgel kümmern wollen..."

von Serina Babka/"Kärntner Krone" und www.kaerntnerkrone.at

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