Volk muss zahlen
“Hunderte von US-Banken gehen noch pleite”
Ausland
04.08.2008 09:34
In den USA werden nach Ansicht eines einflussreichen Wirtschaftsexperten aufgrund der Rezession mittelfristig noch Hunderte von Banken pleite gehen. Zur Rettung der angeschlagenen Finanzdienstleistungsbranche dürften die Steuerzahler mit mindestens einer Billion Dollar (642 Milliarden Euro) zur Kasse gebeten werden, sagte der New Yorker Universitätsprofessor und Ökonom Nouriel Roubini dem US-Finanzblatt "Barron's". Wahrscheinlicher seien jedoch zwei Billionen Dollar.
Die Banken hätten im Zuge der Hypothekenkrise bisher nur ihre Subprime-Kredite abgeschrieben. Vor ihnen lägen aber noch Verluste aus dem Konsumentenkreditgeschäft, für die sie keine Reserven hätten.
Die Versuche der US-Notenbank, die Krise zu bewältigen, seien bisher schwach gewesen, fügte der Experte hinzu. Die Zentralbank habe die Probleme noch nicht richtig erkannt. Die USA befänden sich in der zweiten Phase einer Rezession, die mindestens 18 Monate dauern werde.
Bislang acht Banken in Konkurs geraten
Die Kredit- und Hypothekenkrise hat in den USA seit Jahresbeginn bereits acht Banken in den Ruin getrieben. Der folgenschwerste Zusammenbruch war die Insolvenz des größten unabhängigen börsennotierten US-Baufinanzierers IndyMac.
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