Anthrax-Krimi
US-Biowaffen-Experte begeht Selbstmord
Die Justizbehörden sollen ihn kurz zuvor über die Vorwürfe unterrichtet haben.
Ivins habe die Polizei im Herbst 2001 auch bei den Ermittlungen wegen der Anthrax-Anschläge unterstützt, bei denen fünf Menschen ums Leben gekommen waren, berichtete die Zeitung weiter. Er habe bei der Identifizierung der Anthrax-Erreger geholfen. Bei der Anschlagsserie kurz nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 waren Briefe mit Pulver der Milzbrand-Erreger an US-Behörden und Politiker verschickt worden. Mehr als 20 Menschen erkrankten daran.
Erst im Juni hatte die US-Justiz einem ehemaligen Bio-Wissenschaftler wegen niemals bewiesener Beschuldigungen im Zusammenhang mit den Anthrax-Anschlägen 2,8 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) bezahlt. Der Wissenschaftler war seinerzeit namentlich als Hauptverdächtiger genannt worden, wurde aber später weder angeklagt noch verurteilt. Er selbst bestritt jede Beteiligung an dem Verbrechen und hatte die Behörden wegen Verletzung seiner Privatsphäre verklagt.
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