Millionen-Pleite

ARBÖ-Kärnten droht nun endgültig das Aus

Kärnten
01.08.2008 18:56
Der Bruderkrieg zwischen dem ARBÖ-Kärnten und der Bundesorganisation hat gravierende Folgen: Am Freitag verkündete der Kreditorenverband, dass der Betrieb mit 30. August eingestellt werde. Bevor es dazu kommt, will der Bundes-ARBÖ die Landesorganisation kaufen. Dem vorangegangen ist ein heftiger Streit zwischen dem Bundes-ARBÖ-Präsidenten Heinz Hofer und dem Kärntner Landespräsidenten Wolfgang Schober (kleines Bild).
Während die Staatsanwaltschaft weiterhin in der ARBÖ-Causa wegen Untreue und betrügerischer Krida ermittelt, droht der Landesorganisation nun das endgültige Aus. "Der ARBÖ-Österreich kommt noch bis 30. August für die Gehälter der 55 Mitarbeiter auf", erklärt Arno Ruckhofer vom Kreditorenverband.

Drei Millionen Euro an Verbindlichkeiten
Wie es dann mit dem hochverschuldeten ARBÖ-Kärnten, den 55 Mitarbeitern und den Leistungen für die 33.000 Mitglieder weitergeht, ist unklar. Fest steht hingegen, dass die Landesorganisation "Verbindlichkeiten in der Höhe von etwa drei Millionen Euro offen hat und das Ende des Monats über einen Verkauf entschieden wird", weiß Ruckhofer. 

Endgültiges Aus
So weit, dass der Betrieb eingestellt wird, soll es jedoch nicht kommen. "Wir wollen den Betrieb unbedingt weiterführen und haben daher bereits 300.000 Euro für die Kosten im August gezahlt", bestätigt Lydia Ninz vom Bundes-ARBÖ. Sie erklärt, dass am 25. August die Verbindlichkeiten genau geprüft werden und dann ein konkretes Kaufangebot abgegeben werde.

Vorgeschichte
Der ARBÖ Kärnten musste im Juni den Ausgleich beantragen. Seitdem tobt ein heftiger Streit zwischen der Bundes- und der Landesorganisation. Der Wiener Präsident Heinz Hofer wirft dem Kärntner Landespräsident Wolfgang Schober die Nicht-Bezahlung gelieferter Waren ebenso wie dubiose Provisionen und Spekulationsgeschäfte vor. Ein weiterer Vorwurf der Bundesorganisation: Schober habe einen Kredit von 600.000 Euro aufgenommen, um damit die Landesschulden beim Bundes-ARBÖ zu bezahlen, das Geld aber für andere Zwecke verwendet. Und zu guter Letzt habe Schober bei Kreditvermittlungen für den ARBÖ selbst hohe Provisionen kassiert. Schober wies alle Anschuldigungen als unwahr zurück.

von Thomas Leitner/"Kärntner Krone" und kaerntnerkrone.at

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