Jobs "terminiert"

Schwarzenegger muss 22.000 Beamte kündigen

Ausland
01.08.2008 16:05
Arnold Schwarzenegger ist in seinem Beruf als Gouverneur nun doch wieder zum "Terminator" geworden - aber nicht von bösen Maschinen, sondern von Teilzeit-Jobs. "Arnie" muss drastische Maßnahmen ergreifen, um eine drohende Finanzkrise in seinem Bundesstaat abzuwenden. Der Republikaner kündigte an, die Gehälter von rund 200.000 staatlichen Angestellten vorübergehend auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststundenlohn von 6,55 Dollar (4,20 Euro) zu senken. Zudem sollen rund 22.000 Teilzeit-Beschäftigte entlassen werden. Grund für diesen Schritt ist die seit einem Monat überfällige Verabschiedung eines Budgets.

Er wolle eine "komplette Krise" verhindern, rechtfertigte Schwarzenegger die Sparmaßnahmen am Donnerstag. "Ich trage die Verantwortung dafür, dass der Staat genug Geld hat, seine Rechnungen zu bezahlen." Allein die Kürzung der Angestelltengehälter soll monatlich 1,2 Milliarden Dollar einsparen. Sobald sich die Abgeordneten auf ein neues Budget einigen, soll der volle Lohn nachgezahlt werden. Die Teilzeitkräfte haben aber wohl keine Chance mehr auf ihre Jobs.

Budget-Fehde zwischen Republikanern und Demokraten
Trotz eines wochenlangen Tauziehens im kalifornischen Kongress gibt es noch keine Einigung über den Etat und das Milliardendefizit. Durch die Wirtschafts- und Immobilienkrise sind die Einnahmen in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat niedriger als erwartet ausgefallen. Seit dem 1. Juli steht der Westküstenstaat praktisch ohne Budget dar. Die Demokraten wollen einen Fehlbetrag von mehr als 17 Milliarden Dollar teilweise durch Steuererhöhungen ausgleichen. Dieser Vorschlag wurde von den Republikanern abgelehnt. Arnold Schwarzenegger ist Republikaner, der Kongress aber wird von den Demokraten kontrolliert.

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