Viele Anfragen

In Hüttenberg kann man ab November studieren

Kärnten
30.07.2008 14:18
Das Internationale Institut für Höhere Tibetische Studien (IIHTS) startet im November in Hüttenberg mit seinen Lehrgängen. In den Räumlichkeiten des Musikzentrums werden dann die Fachbereiche "Indo-Tibetische Kulturwissenschaften" und "Traditionelle Tibetische Medizin" unterrichtet. Heute, Mittwoch, unterzeichneten Landeshauptmann Jörg Haider, Bildungslandesrat Uwe Scheuch und der Direktor des Tibetzentrums, Geshe Tenzin Dhargye, im Spiegelsaal der Landesregierung die entsprechende Vereinbarung. Als nächstes wird die Akkreditierung des IIHTS als Privatuniversität in Angriff genommen. Zum geplanten tibetischen Hotel in Hüttenberg kündigte Haider für die nächsten Wochen "sehr konkrete Informationen" an.

Für Haider ist die heutige Vertragsunterzeichnung ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Tibetzentrums. Er strich besonders hervor, dass das IIHTS einzigartig in Europa ist. Für die Unterbringung der Lehrgangsteilnehmer wurde laut dem Landeshauptmann das Geozentrum angemietet, womit auch dieses wieder "mit Leben gefüllt" werde. Laut Bildungsreferent Scheuch werden vom Land in den nächsten Jahren 1,5 Mio. Euro in den Aufbau der Lehrgänge investiert.

Bereits viele Anfragen
Laut Geshe Tenzin Dhargye gibt es bereits einige Anmeldungen für die Lehrgänge und sehr viele Anfragen von Interessierten. Das IIHTS stehe unter der Schirmherrschaft seiner Heiligkeit des Dalai Lama und kooperiere mit den indischen Universitäten in Dharamsala und Varanasi. Auch viele weltweit bekannte Experten der tibetischen Medizin und Philosophie sollen in Hüttenberg unterrichten. Die offizielle Eröffnungsfeier des IIHTS kündigte er für den 21. Oktober an.

Bewahrung des kulturellen Erbe Tibets
Das IIHTS ist ein tibetisches Ausbildungs- und Gesundheitszentrum. Ziel ist es, das kostbare kulturelle Erbe Tibets zu bewahren, weiterzuentwickeln und vor allem auch an interessierte Menschen im Westen weiterzugeben. Im Fach "Indo-Tibetische Kulturwissenschaften" werden Wissen und Erkenntnisse aus der buddhistischen Philosophie und Psychologie vermittelt. Dabei geht es u.a. um die Funktions- und Wirkungsweisen des Bewusstseins. Die Abteilung "Traditionelle Tibetische Medizin" beschäftigt sich mit der im Westen momentan sehr gefragten tibetischen Heilkunst.

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