In welcher Funktion Haider wieder auf das bundespolitische Parkett zurückkehren wird, wollte sich Petzner jedoch in einer Pressekonferenz trotz drängender Fragen nicht entlocken lassen. Dies sei noch nicht endgültig entschieden. Petzner erinnerte allerdings an das Jahr 1999, in dem die FPÖ mit Thomas Prinzhorn als Spitzenkandidaten und Haider als Parteiobmann in den Nationalratswahlkampf gegangen war und fast 27 Prozent der Stimmen gewonnen hatte.
Weichenstellungen
Petzner erklärte, dass die kommenden personellen Weichenstellungen gemeinsam mit dem amtierenden Parteichef Westenthaler getroffen würden. "Wir wollen niemanden demontieren", sagte der Kärntner BZÖ-Chef. Die - nicht rechtskräftige - Verurteilung seines Bundesparteiobmannes zu neun Monaten bedingter Haft kommentierte er mit den Worten: "Das ist ein Skandal, der aus politischen Gründen erfolgt ist.
Briefe, Anrufe und Mails
Petzner berichtete von "Briefen, Anrufen und Mails" an das Kärntner Landeshauptmannbüro, in denen für eine Rückkehr Haiders in die Bundespolitik plädiert würde. Derzeit sei ein intensiver Nachdenkprozess im Laufen, in welcher Form dieses Engagement zustande kommen könnte, ohne dass das Bundesland Kärnten benachteiligt werde. Es sei nämlich unumstößlich, dass Haider im kommenden Frühjahr als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl antreten werde.
Frontmann steht schon fest
Zum BZÖ-Frontmann für die Nationalratswahl sagte Petzner, dass dieser bereits fixiert sei, der Name aber noch nicht bekanntgegeben werde. Petzner: "Es gibt diesen Spitzenkandidaten schon. Rot, Schwarz und Blau können sich festhalten." Gerüchten zufolge könnte es sich um den früheren FPÖ-Politiker und Ex-Volksanwalt Ewald Stadler handeln. "Davon weiß ich nichts", sagte dazu Petzner.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.