Bernhard Kohl hatte sich bereits am Samstag mit einer tollen Leistung im Zeitfahren den Weg zum dritten Platz geebnet. Dabei hatte der in Klagenfurt lebende Radprofi am Vortag noch befürchtet, auf den fünften Platz abzurutschen.
"Die Chance auf Platz drei ist aber so viel Motivation, dass man über sich hinauswächst. Ich habe einen Traumtag erwischt."
"Klagenfurter" nur 1:20 Minuten zurück
Kohl behielt auf den 53 Kilometern von Cerilly nach Saint-Amand-Montrond als Tages-Neunter seinen dritten Gesamtrang. Damit war die Sensation schon am Samstag so gut wie fix. Überdies hatte er sich mit dem vermeintlichen Topfavoriten Evans gar einen heroischen Kampf um den zweiten Gesamtrang geliefert. Doch Rang drei war ohnehin viel mehr, als sich der Wahl-Klagenfurter erträumen durfte.
Historischer Erfolg
"Das habe ich mir absolut nicht erwartet, ich habe auf den fünften Platz gehofft. Ich kann es gar nicht fassen", erklärte Kohl im Ziel. Er konnte damit die beste Gesamtplatzierung eines Österreichers bei der Tour, den dritten Rang von Adolf Christian 1957, egalisieren. Kohl ist außerdem der erste Österreicher, der das rot-gepunktete Bergtrikot erobert hatte.
Neue Pläne vonnöten
Jetzt muss Kohl umplanen. Seine Karriereplanung hatte für die nächsten fünf Jahre eine Tour-Platzierung unter den Top 5 vorgesehen und dann nochmals zwei Jahre später den Griff nach dem Gelben Trikot. Und nun? "Jetzt muss ich mich zwei, drei Jahre lang weiterentwickeln, vielleicht kann ich dann schon um den Sieg mitfahren", meinte der gelernte Rauchfangkehrer mit Wohnsitz in Klagenfurt.
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